Gelsenkirchen - Stadt der tausend Feuer

Eine Stadt im Umbruch

In kaum mehr als 100 Jahren hat Gelsenkirchen zwei tiefgreifende Umwälzungen erlebt: Ab den 1850er-Jahren verwandelte sich ein dünn besiedeltes ländliches Gebiet in ein industrielles Ballungszentrum. Doch schon ab den 1960ern ging die industrielle Grundlage in einem krisenhaften Umstrukturierungsprozess größtenteils verloren. Zwar ist der wirtschaftliche Wandel weitgehend abgeschlossen, soziale Verwerfungen und städtebauliche Folgen  jedoch sind weiterhin große Herausforderungen.

Themenroute 30

Die Themenroute 30 Gelsenkirchen folgt den Spuren des Wandels in der Stadt. Sie führt zu den Industriedenkmälern des Bergbaus, der Eisen- und Stahlindustrie, der Mineralölverarbeitung, der Elektrizitätswirtschaft und des Verkehrswesens. Sollten die für die Standorte erstellten Lesezeichen im PDF nicht automatisch angezeigt werden, können Sie diese oben in Ihrem Browser aktivieren.

Vom Dorf zur Großstadt

Mit der Industrialisierung entwickelten sich die Dörfer Gelsenkirchen und Buer zu Großstädten, und es bildete sich ein verdichteter Siedlungsraum heraus, aus dem 1928 die Stadt Gelsenkirchen in ihren heutigen Grenzen hervorging. Die Route verfolgt die in vieler Hinsicht nachholende Stadtentwicklung. Dabei werden die Entstehung öffentlicher Versorgungseinrichtungen und die planerischen Bestrebungen der Stadtverwaltungen ebenso berücksichtigt wie kennzeichnende Bauwerke aus den verschiedenen Epochen. Werkssiedlungen prägten einst große Teile des Stadtgebietes. Viele sind erhalten und erlauben es, die Entwicklung von Architektur und Siedlungsformen von den ersten "Kolonien" der 1860er-Jahre über die Gartenstädte der Jahrhundertwende bis zum genossenschaftlichen Wohnungsbau der Weimarer Republik zu verfolgen. Zahlreiche Grünanlagen wiederum gewähren Einblick in den Wandel der Landschaftsgestaltung. Den Ausgangspunkt der Themenroute bildet der Nordsternpark, dann wendet sie sich dem Zentrum Gelsenkirchens und den südlichen Stadtteilen zu, um anschließend über Bismarck nach Buer und bis an die nördliche Stadtgrenze zu verlaufen.