Zeche Zollern II/IV

Die restaurierte Maschinenhalle der Zeche Zollern. Foto: LWL-Industriemuseum
Die restaurierte Maschinenhalle der Zeche Zollern. Foto: LWL-Industriemuseum

Im Emscherbruch verstreut finden sich einige Bauernschaften - kleine Ansiedlungen in ackerbaulich geprägter Landschaft. Auf dem zukünftigen Gelände von Zollern II/IV steht Wald. Die Verlängerung der Provinzialstraße führt nach Süden zum Hellweg.

Die 1878 eröffnete Emschertalbahn, die Dortmund mit Herne verbindet, stellte einen wesentlichen Grund für das Wachsen der Förderung der in der Nähe der Bahn liegenden Zechen dar. Bereits in den 1850er-Jahren gab es erste Versuche, Schächte in der Nähe von Kirchlinde, östlich von Westrich, abzuteufen. Schwierigkeiten mit der Wasserhaltung und auch der enorme finanzielle Aufwand bereiteten jedoch fast unlösbare Probleme. Als die Zeche Zollern 1872 endlich einen Eisenbahnanschluss mit Verlademöglichkeit für die geförderte Kohle erhält, steigt jedoch die Fördermenge binnen eines Jahres um das 20fache - die Bedeutung der Eisenbahn für eine Bergbauregion kann kaum überschätzt werden.

Der Eigentümer von Zollern II/IV, die große Zechengesellschaft Gelsenkirchener Bergwerks AG (GBAG), lässt 1898 bis 1904 die Kolonie Landwehr direkt vor den Toren des Zechengeländes bauen. Bövinghausen ist zu dieser Zeit noch klein, und es wird dringend Wohnraum für Bergarbeiter und Zechenangestellte benötigt. Die Kolonie Landwehr ist nach dem Modell einer Gartenstadt gebaut. Sie sorgt für eine große räumliche Nähe von Wohnen und Arbeiten. Auch bindet sie die Arbeiter wegen des gehobenen Wohnstandards der Häuser an die Zeche. Die Arbeiterhäuser haben zudem Gärten und Ställe zur Selbstversorgung - für Beschäftigung und Ausgleich nach dem harten Zechenalltag ist also gesorgt. Die Kolonie reicht längst nicht für die rund 1.000 Bergarbeiter, so dass 1905 schnell eine zweite Siedlung an der Provinzialstraße, die „Neue Kolonie”, geschaffen wird. Die eher schlichten Mietshäuser nehmen größtenteils ostpreußische und polnische Arbeiter auf. 

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Kontakt & Infos

LWL-Industriemuseum
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund- Bövinghausen
Telefon: +49 (0) 231 / 69 61-111

Öffnungszeiten / Führungen

Di-So, feiertags 10-18 Uhr, Einlass bis 17.30 Uhr

Das Restaurant Pferdestall ist eine Gastronomie für Museumsgäste. Wer spontan nur ins Restaurant will, muss den vollen Museumseintritt zahlen. Gäste, die ausschließlich das Restaurant besuchen möchten, reservieren bitte spätestens am Vortag im Restaurant Pferdestall unter Tel. 0231 6903236 einen Tisch. Aufgrund einer solchen Reservierung fällt nur eine reduzierte Gebühr von 1 EUR pro Person an. Liegt bei einem Besuch keine Reservierung vor, muss der volle Eintritt gezahlt werden. Ab 18 Uhr ist das Restaurant frei zugänglich.

ÖPNV

Von Dortmund Hbf oder Herne mit Regionalbahn RB 43 bis "Dortmund - Bövinghausen", dann 5 Minuten Fußweg 

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.

metropolradruhr

Nächster Standort: S-Bf. DO-Lütgendortmund (S4), 3,4 km, 17 Min

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