Halde Pattberg

Foto: RIK/ Guntram Walter

Zu den jüngeren Halden des Rheinisch-Westfälischen Industriegebiets gehört die Pattberg-Halde. Nachdem die gleichnamige Zeche Anfang der 1960er Jahre die Genehmigung erhalten hatte, wurden hier über gut 20 Jahre auf einer Fläche von 48 ha Berge aufgeschüttet. Die höchste Stelle erhebt sich 62 m über Flur.

Lange vorbei ist die Zeit der aufgetürmten grauschwarzen Berge, die einst zum düsteren Bild der Region beitrugen. Die modernen Halden gehören einer neuen Generation an. Wenn sie auch landschaftsfremde Elemente sind, so haben Betreiber und zuständige Institutionen in den letzten Jahrzehnten Verfahren entwickelt, um die Halden in die Landschaft zu integrieren. Sacht und in Wellen ansteigend heben sie sich von ihrer Umgebung ab und noch während der Aufschüttung werden bereits fertig gestellte Teile begrünt.

Im Jahr 1997 übergab die RAG die Halde dem Regionalverband Ruhr, der sie in Zusammenarbeit mit den Städten Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg in den "Landschaftpark NiederRhein" integrierte. Die Planung des Parks sieht zum einen eine ökologische Aufbereitung vor, d.h. Renaturierung von Fließgewässern, Waldvermehrung, Anlage von Biotopen, Obstwiesen und Hecken, zum anderen soll ein Erholungsgebiet mit einer umweltverträglichen Nutzung durch verschiedene Freizeitangebote entstehen. Eine feste Einrichtung ist bereits heute ein jährlich stattfindendes Drachenfest auf der Halde. Wer die Halde erklimmt, dem bietet sich ein wundervoller Blick auf die niederrheinische Landschaft, aber wie stark auch hier Industrie und Verkehr den Raum geprägt haben, bleibt nicht verborgen. 

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Kontakt & Infos

Halde Pattberg
Pattbergstraße
47445 Moers-Repelen

ÖPNV

Von Moers Bf mit Bus 32 bis "Restaurant Voss", dann 10 Min. Fußweg 

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.