Alte Kolonie Eving

Foto: RIK/ Guntram Walter

Die Kolonie Eving wurde von der Zeche "Vereinigte Stein und Hardenberg" für die im Zuge der Hochkonjunktur Ende der 1890er Jahre verstärkt angeworbenen auswärtigen Arbeiter angelegt. In den Jahren 1898 und 1899 wurden 76 Häuser mit 270 Wohnungen erbaut. Östlich der "Alten Colonie" entstand bereits im Jahr 1900 die "Neue Colonie" mit 200 Wohnungen in 49 Häusern. Die "Alte Kolonie" steht für den Siedlungsbau der Jahrhundertwende, der die frühere Werks- und Zechensiedlungen kennzeichnende gleichmäßige Reihung der Häuser durch eine städtebauliche Gesamtplanung ablöste. Die baumbestandenen Straßen beziehen sich auf das durch das Wohlfahrtsgebäude am Nollendorfplatz markierte Zentrum der Siedlung. 

Foto: RIK/ Guntram Walter

Die Berücksichtigung acht unterschiedlicher, zum Teil außergewöhnlicher Häusertypen bildet ein charakteristisches Merkmal. Alle Wohnungen waren mit fließendem Wasser und Ofenheizung ausgestattet und verfügten über einen eigenen Eingang, einen Stall sowie Gartenland. Die Mietpreise unterschritten jene auf dem freien Wohnungsmarkt um etwa die Hälfte. Den Mittelpunkt der Siedlung bildet das in den Jahren 1903 bis 1906 errichtete Wohlfahrtsgebäude am Nollendorfplatz. Zahlreiche Einrichtungen der betrieblichen Sozialpolitik für die Bergarbeiter und ihre Familien waren hier untergebracht.Der in den 1970er Jahren drohende Abriß der Kolonie konnte durch das Engagement einer Bürgerinitiative verhindert werden. Der größte Teil der Siedlung blieb erhalten. Das Wohlfahrtsgebäude und die Häuser am Nollendorfplatz stehen heute unter Denkmalschutz. 

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Kontakt & Infos

Alte Kolonie Eving
Friesenstraße/ Körnerstraße/ Nollendorfplatz
44339 Dortmund-Eving
Evinger Geschichtsverein e.V.
Wiltrud Lichte-Spranger
Evinger Str. 332
44339 Dortmund
Telefon: +49 (0) 231 / 85219-0

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