Gräber der Familie Hoesch auf dem Ostfriedhof

Gräber der Familie Hoesch auf dem Ostfriedhof. Foto: RIK / R. Budde
Gräber der Familie Hoesch auf dem Ostfriedhof. Foto: RIK / R. Budde

Auf dem Ostfriedhof ist die "Gründergeneration" des Hüttenunternehmens beigesetzt. Die Unternehmerfamilie Hoesch war seit Generationen in der Eifel und im Aachener Raum in der Eisen-, aber auch in der Metall- und Papierindustrie tätig. Eberhard Hoesch hatte 1823 unter Lebensgefahr die damals modernste Stahlproduktion in England ausspioniert. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Eberhard Hoeschs Neffe Leopold verlegte die Produktion aus der Eifel ins Ruhrgebiet und trug damit sowohl dem voraussehbaren Niedergang der Eisengewinnung in der Eifel als auch dem Aufschwung des neuen Industriereviers Rechnung. Die Leitung des Werks in Dortmund übernahm Leopold Hoeschs Sohn Albert. Dessen Ehefrau Marie Johanna rief zahlreiche soziale Einrichtungen ins Leben. Sie gründete den ersten Werkskindergarten, schuf Schulen für die Frauen und Töchter der Hüttenarbeiter und unterstützte Frauen- und Wohltätigkeitsvereine. Nach dem Tode ihres Mannes brachte sie für Beihilfen in Notfällen 50.000 Mark aus ihrem Vermögen in die Albert-Hoesch-Stiftung ein. Als Albert Hoesch 1898 mit nur 52 Jahren starb, ging der Vorsitz im Aufsichtsrat an seinen Bruder Wilhelm über.

Nur wenige Meter entfernt liegt das Grab der Familie Springorum. Friedrich Springorum, bis dahin technischer Direktor, übernahm 1898 die Gesamtleitung der Dortmunder Werke. Sieben Jahre später wurde er Generaldirektor des Hoesch-Konzerns. 

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Kontakt & Infos

Gräber der Familie Hoesch auf dem Ostfriedhof
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