Emscherbrücke Lindberghstraße

Die „Brückenlandschaft“ Parsevalstraße. Quelle: Emschergenossenschaft
Die „Brückenlandschaft“ Parsevalstraße. Quelle: Emschergenossenschaft

Der Standort südlich der Lindberghstraße (früher Parsevalstraße) ist in folgender Hinsicht bemerkenswert: Durch den Kohleabbau der Zeche Hansa kam es hier jahrzehntelang zu extremen Bergsenkungen, zu deren Ausgleich die Emscherdeiche mit insgesamt 1,9 Millionen Tonnen Waschbergematerial erhöht werden mussten. Auf Güterwagen verladen entspricht diese Menge einer Zuglänge von fast 700 Kilometer. Sichtbarster Gradmesser dieser Bodensenkungen, die allein zwischen 1968 und 1980 insgesamt 13 Meter betrugen, war das Absinken der Straßenbrücken der Parsevalstraße: Nicht weniger als fünf Brücken mussten zwischen 1920 und 1981 an dieser Stelle gebaut werden, jede einige Meter höher gelegen als ihre jeweilige Vorgängerin, die durch den untertägigen Abbau abgesunken war. Inzwischen sind keine großen Absenkungen mehr zu befürchten, so dass für die heutige Brücke wie auch für die Kläranlage Dortmund-Deusen keine Bergschäden mehr zu erwarten sind.

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Kontakt & Infos

Emscherbrücke
Lindberghstraße
44369 Dortmund-Deusen

ÖPNV

Von Dortmund Hbf  (Nordausgang) mit Bus 475 bis „Weidenstraße“